Mietminderung

Der Vermieter ist gemäß § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB zur Überlassung und Erhaltung der Mietsache in einem vertragsmäßigem, d.h. mangelfreien Zustand verpflichtet.

Liegt jedoch ein Mangel vor, muss der Mieter den Vermieter davon in Kenntnis setzten. Der Mieter kann zwar direkt den Bruttomietzins um eine bestimmte Summe kürzen, es stellt sich jedoch die Frage in welcher Höhe. Wird demnach die Kürzung zu hoch angesetzt, riskiert der Mieter die Kündigung und möglicherweise die darauffolgende Räumungsklage. Der Mieter hat auch die Möglichkeit die Miete unter dem Vorbehalt der Mietminderung zu zahlen.

Die Mängelbeeinträchtigungen können sehr unterschiedlich sein. Dabei kann es sich um Schimmel in der Wohnung handeln, Lärmbelästigung,  Ungeziefer, Wasserschaden etc. Das Ausmaß der einzelnen Beeinträchtigung spielt bei der Minderungsquote eine große Rolle.

Für Mieter: Sollten Sie Schimmel oder andere Mängel haben und demnach der vertragsmäßige Zustand der Wohnung oder des Hauses beeinträchtigt sein, dann setzten Sie sich mit mir in Kontakt, um eine angemessene Mietminderung durchzusetzten.

Für Vermieter: Haben sie eine vermietete Wohnung oder eine Haus und ihr Mieter kürzt seit Monaten ungerechtfertigt die Miete oder in einem zu hohem Ausmaß, dann kann ich auch Ihnen weiterhelfen Ihre Ansprüche durchzusetzten oder Forderungen abzuwehren.

Mietmangel bei einer 10% kleineren Wohnung

BGH, Urteil vom 24.03.2004 VIII ZR 295/03

Im vorliegenden Fall, war die im Mietvertrag angegebene Mietfläche um 10% kleiner, als die tatsächliche Wohnfläche. Der BGH entschied, dass bei erheblicher Diskrepanz zwischen tatsächlich und vereinbarter Wohnfläche ein Wohnmangel vorliegt.